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Warum immer weniger Kinder schwimmen können

09.10.2026

Warum immer weniger Kinder schwimmen könnenKI-Bild – Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz erzeugt, keine reale Person.

🏊 Warum immer weniger Kinder schwimmen können

Schwimmen zu können ist nicht nur eine schöne Freizeitbeschäftigung – es ist eine wichtige Fähigkeit für die Sicherheit von Kindern im und am Wasser. Trotzdem können immer mehr Kinder in Deutschland nicht sicher schwimmen.

Die Zahlen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zeigen, wie ernst die Entwicklung ist: Laut der repräsentativen forsa-Befragung von 2022 konnten 20 % der Kinder zwischen sechs und zehn Jahren überhaupt nicht schwimmen. 2017 waren es noch 10 %.

Noch deutlicher wird das Problem beim sicheren Schwimmen: Die DLRG geht davon aus, dass rund 58 % der Kinder am Ende der Grundschule keine sicheren Schwimmer sind.

Doch warum ist das so?

🌊 Die Corona-Pandemie hat eine Lücke hinterlassen

Ein wichtiger Faktor waren die Jahre der Corona-Pandemie. Über längere Zeit konnten Schwimmbäder nicht oder nur eingeschränkt öffnen und Schwimmkurse sowie schulischer Schwimmunterricht fielen aus.

Gerade beim Schwimmenlernen sind solche Unterbrechungen problematisch. Kinder benötigen regelmäßige Übung, um Bewegungsabläufe, Wassergefühl und Sicherheit zu entwickeln.

Die Auswirkungen dieser Ausfälle sind auch heute noch spürbar. Die DLRG nennt die Pandemie ausdrücklich als einen wesentlichen Grund für den Anstieg der Nichtschwimmer.

🏊 Zu wenig Möglichkeiten für Schwimmunterricht

Ein weiteres Problem sind fehlende geeignete Wasserflächen.

Wenn Schwimmbäder schließen oder Schulen nur schwer erreichbare Schwimmbäder nutzen können, wird regelmäßiger Schwimmunterricht schwieriger. Die DLRG weist darauf hin, dass viele Schulen aufgrund fehlender Wasserflächen vor großen Herausforderungen stehen.

Dabei ist gerade die Schule wichtig: Sie erreicht grundsätzlich alle Kinder – unabhängig davon, ob Eltern einen privaten Schwimmkurs organisieren können.

👨‍👩‍👧 Nicht jede Familie hat die gleichen Möglichkeiten

Schwimmenlernen hängt leider auch von den Möglichkeiten der Familie ab.

Die DLRG-Befragung zeigt deutliche Unterschiede nach Haushaltseinkommen: 49 % der Kinder aus Haushalten mit weniger als 2.500 Euro monatlichem Nettoeinkommen konnten laut Elternangaben nicht schwimmen. Bei Haushalten mit mehr als 4.000 Euro waren es 12 %.

Das zeigt: Schwimmenlernen darf keine Frage des Geldes sein.

Umso wichtiger sind ausreichend Schwimmkurse, guter schulischer Schwimmunterricht und bezahlbare Möglichkeiten für Familien.

🐬 Das Seepferdchen ist erst der Anfang

Ein weiterer wichtiger Punkt: Das Seepferdchen wird häufig mit sicherem Schwimmen gleichgesetzt.

Das ist jedoch nicht der Fall. Das Seepferdchen bestätigt grundlegende Fähigkeiten im Wasser. Für sicheres Schwimmen sind deutlich weitergehende Fähigkeiten notwendig.

Die DLRG betrachtet deshalb das Deutsche Schwimmabzeichen Bronze als wichtigen Nachweis für sicheres Schwimmen.

Deshalb sollte das Schwimmenlernen nach dem Seepferdchen weitergehen.

💙 Was können wir gemeinsam tun?

Die Entwicklung lässt sich nicht mit einer einzigen Maßnahme umkehren. Es braucht das Zusammenspiel von Eltern, Schulen, Vereinen, Kommunen und Schwimmschulen.

Eltern können früh mit der Wassergewöhnung beginnen und regelmäßige Schwimmgelegenheiten schaffen. Schulen brauchen geeignete Wasserflächen und ausreichend Möglichkeiten für Schwimmunterricht. Schwimmschulen und Vereine können zusätzliche Angebote schaffen und Kinder individuell fördern.

Auch kleine Gruppen oder Einzelunterricht können dabei helfen, Kindern mit unterschiedlichen Voraussetzungen gezielt Unterstützung zu geben.

🏊 Schwimmenlernen braucht regelmäßige Übung

Kinder lernen nicht alle gleich schnell. Manche benötigen nur wenige Wochen, andere deutlich länger.

Entscheidend ist, dass sie regelmäßig die Möglichkeit bekommen, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und Sicherheit im Wasser aufzubauen.

Bei der Schwimmschule Nemo möchten wir genau dabei unterstützen: Kinder sollen nicht nur ein Schwimmabzeichen erreichen, sondern sich sicher, selbstbewusst und mit Freude im Wasser bewegen können.

Denn jedes Kind, das schwimmen lernt, gewinnt eine Fähigkeit, die es ein Leben lang begleiten kann.

Schwimmenlernen ist keine Nebensache – es kann im entscheidenden Moment Leben retten. 🐬

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